Research & Development
Die praktische Ausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg wird ergänzt durch Forschungs- und Entwicklungsarbeit. In verschiedenen Entwicklungsprojekten am Institut für Animation der Filmakademie wurde bereits eine Vielzahl an Hilfsmitteln für Film und Medienproduktionen erstellt. Besonders Studenten des technisch sehr anspruchsvollen Aufbaustudiengangs Technical Director haben dadurch die Möglichkeit, sich an Inhalten zu beteiligen die über traditionelles Filmemachen weit hinaus gehen.
Unsere Intention ist es, dieses kreative Potential aus technisch versierten Künstlern zu bündeln und auszubauen. Das Institut für Animation versteht sich hierbei in einer Art Vermittlerfunktion zwischen forschenden Einrichtungen und Universitäten sowie den Bedürfnissen der Film- und Medienindustrie. Die bereits durchgeführten Entwicklungsprojekte haben gezeigt, dass nicht alleine technische Machbarkeit oder das Lösen eines Problems zu gesteigerter Produktivität führt. Vielmehr ist die Einbindung in bestehende Produktionsabläufe, unter Berücksichtigung künstlerischer Anforderungen, eine der größten Herausforderungen, die es zu bewerkstelligen gilt. Dabei soll speziell auf die Bedürfnisse der Baden-Württembergischen Medienlandschaft eingegangen werden.
Bisherige Entwicklungen an der Filmakademie haben vor allem Software-Tools im Bereich Gesichtsanimation hervorgebracht. Diese werden bei internationalen Produktionen, wie beispielsweise dem "James Bond"-Videospiel der Firma Activision verwendet. Seit der Veröffentlichung 2006 haben sich über 10.000 Anwender für die Benutzung der Software registriert. Diese Arbeit wurde 2006 mit dem Innovationspreis der Filmförderung BKM ausgezeichnet.
Im Projekt "Dynamische Echtzeit Animation wurde die Applikations-Ebene Frapper entwickelt, welche bei verschiedenen Anwendungen zum Einsatz kommt: In Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg (Abteilung Kinder- und Jugend-Psychiatrie) wurde beispielsweise die Wirkung dynamisch erzeugter Gesichtsbewegungen bei Versuchsteilnehmern mit Autismus und ADHS erforscht.
Das Verbundforschungsprojekt "Entwicklung von Systemen und Methoden zur effektiven Erstellung und Bearbeitung stereoskopischer Inhalte", welches vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg mit rund 410.000 Euro gefördert wird, wird seit März 2011 durchgeführt. Die Filmakademie ist federführend für das Projekt, an dem zudem die Heidelberg Collaboratory for Image Processing (HCI) der Universität Heidelberg und fünf Partnerunternehmen aus Baden-Württemberg (Unexpected, Pixomondo, Screen Plane, Tridelity und Bewegte Bilder Medien AG) beteiligt sind. Schwerpunkt ist die Erforschung und Entwicklung innovativer Arbeitsmittel für stereoskopische Inhalte.
Die aktuellen Forschungsarbeiten am Animationsinstitut werden durch eine Kooperation der MFG Baden-Württemberg, der Innovationsagentur des Landes für IT und Medien und der Filmakademie Baden-Württemberg im Rahmen des MFG Visual Experience Lab durchgeführt
Weiter Informationen zum Bereich Research & Development finden Sie auch auf der Homepage des Forschungsprojekts.



