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Studienschwerpunkt Interaktive Medien

Der Studienschwerpunkt Interaktive Medien hat zur Aufgabe die St udierenden der Filmakademie Baden-Württemberg sowie des Animationsinstitutes auf die Arbeit in einer zunehmend konvergierenden Medienlandschaft vorzubereiten. Um die Entwicklung und Produktion transmedialer Projekte in interdisziplinären Teams an der Akademie zu ermöglichen, werden eigens Studierende in den interaktiven Disziplinen Design, Gestaltung und Produktion von Games, mobile Applikationen, Social Media sowie Medieninstallationen ausgebildet.

Studierende der Interaktiven Medien können zwischen drei Vertiefungen wählen: Transmedia/Games Director (künstlerische Konzeption und Leitung), Transmedia/Games Artist (audiovisuelle Konzeption und
Durchführung) sowie Transmedia/Games Producer (medienarchitektonische Konzeption und Produktion).

Grundstudium
Studierende der Interaktiven Medien mit Vertiefung Transmedia/Games Director und Transmedia/Games Art ist durchlaufen das Grundstudium Film + Medien zusammen mit den anderen Studierenden der Filmakademie. Im 2. Jahr belegen sie im Winter- oder Sommersemester das Wahlpflichtfach Animat ion 2. Studierende der Interaktiven Medien mit Vertiefung Transmedia/Games Producer durchlaufen das Grundstudium Produktion zusammen mit den anderen Produktionsstudierenden der Filmakademie.

Projektstudium
Das Projektstudium verläuft auf zwei Ebenen: die Arbeit an Projekten und die Lehre.

Projektarbeit:

Jeder Studierende arbeitet im Rahmen eines Semesters an mindestens einem Projekt. Das Projekt kann ein eigenes sein, die Mitarbeit an einem Projekt eines anderen Studierenden (auch einer anderen Abteilung der Filmakademie) und/oder ein Drittmittelprojekt. Die Studierenden werden nur im 1. Semester ihres Projektstudiums verpflichtet an einem Projekt der Diplomanden im Studienschwerpunkt „Interaktive Medien“ mit zuwirken. Die Wahl der anderen Projekte ist frei. Die Projektteams werden - jeweils dem Inhalt und Format des Projektes entsprechend - durch erfahrene Mentoren aus der Praxis unterstützt.

Lehre:
Angeboten werden 6 verschiedene Lehrpfade: World Building, World Exploration, Interactive Environments, Real Time, Games und Staged Performance. Sie finden jeweils im Rahmen eines Winter- oder
Sommersemesters statt . Die Studierenden verpflichten sich zur Wahl eines Lehrpfades pro Semester. Sie können also im Verlauf des Projektstudiums bis zu 4 verschiedene Angebote wählen. Die Lehrpfade dienen der
Heranführung an die Entwicklung einer Formatart (z.B. Live Inszenierungen, Spiele, Installationen) und/oder der Arbeit in einer zunehmend konvergierenden Medienlandschaft (transmediale Formate). Ein jeder Lehrpfad führt von der Ideenfindung über die Stoffentwicklung bis in die Realisation eines kleinen Demos, Piloten oder Prototypen (Fingerübung). Der Prozess zur Ideenfindung wird jeweils in einem Content Lab initiiert über das verschiedene Abteilungen der Filmakademie sowie anderer Hochschulen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse der Fingerübungen können auf Wunsch der Teams in Projekt- und Diplomarbeiten überführt werden.

Der Transmedia/Games Director verantwortet die plattformübergreifende Stoffentwicklung in Zusammenarbeit mit einem Team von Experten für audiovisuelle Gestaltung, Technologie und Produktion. In der Produktionsphase übernimmt der Director die künstlerische Leitung für das Content Environment sowie die Ausformulierung in verschiedene Formate. Ziel ist es, den User über mehrere Plattformen hinweg durch eine inhaltlich konsistente Welt zu führen.

Der Transmedia/Games Artist verantwortet die visuelle Gestaltung im Rahmen eines Gamedevelopments oder einer Transmedia- bzw. einer interaktiven Produktion. Er/Sie interessiert sich für 2D und 3D-Animation in Games und interaktiven Anwendungen, experimentiert gerne mit Bewegtbildtechnologien, kann sich für die Arbeit mit Echtzeit-3D-Softwarepaketen begeistern und hat Lust in interdisziplinären Teams an der Entwicklung und Produktion von spannenden Inhalten zu arbeiten.

Der Transmedia/Games Producer entwickelt mit einem multidisziplinären Team bereits in der Development-Phase plattformübergreifende Content-Strategien. Er/Sie verantwortet die crossmedialen Aspekte einer Produktion, beispielsweise Community-Aufbau und -Management und betreut oder vergibt die formatspezifischen Aspekte, beispielsweise Filme oder Games in Form von Koproduktionen, Aufträgen oder Lizenzabsprachen und stimmt diese so aufeinander ab, dass sich größtmögliche Synergien ergeben.

Das Institut für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion der Filmakademie Baden-Württemberg ist zuständig für die Ausbildung in den Studienschwerpunkten Animation und Interaktive Medien. Darüber hinaus ist das Institut zuständig für die digitale Postproduktion aller studentischen Projekte der Filmakademie, ist aktiv im Bereich Forschung & Entwicklung und veranstaltet jährlich die FMX Conference on Animation, Effects, Games and Transmedia.